Diesen Monat habe ich an einem offiziellen Meta-Event in Berlin teilgenommen. Meta hat dort seine Attention-Research vorgestellt, die es mit Kantar, Lumen Research und Playground XYZ durchgeführt hat. Das bestätigte, was clevere Marketer schon vermutet hatten. Wie lange Nutzer schauen, zählt weniger als wie oft, wo und wie gut Sie auftauchen.
| Frage | Antwort | Ergebnis |
|---|---|---|
| Ideale Frequenz | 4 bis 5 Anzeigen, je 1,5 bis 3 Sekunden | Awareness erreicht ihren Höhepunkt |
| Sweet Spot | 1,5 bis 2 Sekunden pro View, viermal gesehen | +3,1% Lift |
| Wann Conversions passieren | In den ersten 2 Sekunden View-Zeit | 46% der Conversions |
| Wann sich ein längerer View nicht mehr lohnt | Nach 3 bis 5 Sekunden in einem einzelnen View | Abnehmende Erträge |
| 5 Sekunden Attention, verteilt auf mehrere Views, im Vergleich zu 5 Sekunden in einem einzigen View | Verteilt auf mehrere Views | 21% mehr Wirkung auf Offline-Käufe |
Die ersten vier Zeilen hat Meta auf dem Event in Berlin präsentiert. Sie stammen aus meinen Notizen, und ich habe sie nirgends veröffentlicht gefunden. Die letzte Zeile stammt aus einer internen Analyse von Meta für den Zeitraum März bis Mai 2024.
Wiederholte kurze Views schlagen einen einzelnen langen
Ein einzelner View von 10 Sekunden kommt gegen mehrere Bursts von 2 Sekunden nicht an. Die Markenerinnerung verbessert sich durch wiederholte kurze Kontakte stärker als durch lange, ununterbrochene Views.
Auch aggregierte Attention schlägt kontinuierliche Attention. Die 21% stehen zudem auf Folie 13 einer Meta-Präsentation, die Pambianco 2025 veröffentlicht hat. Laut der Fußnote dort hat die Analyse Offline-Käufe bei Kampagnen gemessen, die auf Reichweite optimiert waren, und Playground XYZ hat die Attention modelliert.
Was Performance vorhersagt
Das sind die Treiber der Wirksamkeit, nach Wichtigkeit geordnet:
Meta hat diese Anteile in Berlin präsentiert, die übrigen 13% entfallen auf sonstige Faktoren. Die Optimierung der View-Zeit steht ganz unten auf der Liste. Viele Teams arbeiten sich daran ab, und sie sagt fast nichts voraus.
Creative bleibt der Multiplikator
Die wertvollste Attention ist freiwillig. Die Qualität des Creatives wirkt sich auf Reichweite, Erinnerung und Conversion aus, und freiwillige Views (auch ohne Ton) erzielten bei der Erinnerung die höchsten Werte. Besseres Creative holt aus jeder Sekunde Attention mehr heraus.
Auf lange Videos können Sie verzichten und stattdessen auf Anzeigen setzen, die besser getimt, besser platziert und besser gemacht sind. In meinen Accounts heißt besser gemacht, dass die Anzeige Menschen etwas fühlen lässt. Darum reicht IPM allein nicht aus, um ein Creative zu beurteilen.
Update (26. September 2026): Ich habe korrigiert, was die 21% vergleichen und aus welchem Zeitraum sie stammen, und kenntlich gemacht, welche Zahlen auf meinen Notizen vom Event beruhen.
Was ich daraus mitnehme
Im Attention-Marketing schlägt Frequenz die Dauer. Es kommt auf kurze Bursts, das richtige Timing und starkes Creative an.
Ich setze auf kurze, wiederholte Bursts statt auf einen langen Block.